Supplement - Unsere Meinung - Beitrag "Wildtierverbot im Zirkus"
Unsere Meinung
Wildtierverbot im Zirkus gefordert
Im Zirkus Hagenbeck in Hamburg kam es am 8. Dezember 2009 zu einem Vorfall während einer Vorstellung im sog. "Dinner-Zirkus", bei der der Dompteur Christian Walliser von drei Tigern schwer verletzt wurde. Dies ist kein Einzelfall. Seit langem wissen wir: Raubkatzen-Dompteure leben gefährlich! Wer erinnerte sich z.B. nicht an die Schlagzeilen im Jahr 2003, als der weltbekannte Dresseur Roy Horn von einem Tiger so schwer verletzt wurde, dass er seitdem halbseitig gelähmt ist.
Aber es geht nicht nur um Tiger. Bilder und Berichte von entfesselten Löwen, von aufgebrachten Elefanten oder entflohenen Panthern finden sich - als verkaufsträchtige Schlagzeilen - in unregelmäßigen Abständen in den Gazetten und sonstigen Medien. Diese spektakulären Geschichten zeigen vor allem Eines: Wildtiere gehören nicht "als dressierte Sklaven" in den Zirkus! Vorfälle wie die oben erwähnten, mit Schwerverletzten oder gar Toten, wird es so lange geben wie der Mensch meint, Raubtiere zum Kommerz missbrauchen zu können.
Wir als Partei Mensch Umwelt Tierschutz - Die Tierschutzpartei - fordern aber nicht nur ein Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen, sondern arbeiten für ein generelles Haltungs- und Auftrittsverbot von Tieren zur Belustigung der Menschen. Was ist ein Wildtier, was ist ein Haustier? Wer will da eine Grenze ziehen? Maßstab muss das Wohlergehen der Tiere sein, welches in Zirkussen nie auch nur ansatzweise gewährleistet sein kann. In bunten Broschüren wollen uns die Zirkusbetreiber glauben machen, sie seien in der Lage, Braunbären, Lamas oder auch Seehunde "artgerecht" dazu zu bringen, durch brennende Reifen zu springen. Tunlichst verheimlicht wird eine oftmals brutale und mit vielen Schlägen erzwungene Dressur, und es wird den Menschen eingeredet, das Dressieren der Tiere hätte nichts mit dem "Brechen ihres Willens" zu tun. Tiere sind nicht zum Vergnügen des Menschen da, sondern um ihrer selbst willen!
Dieser Gedanke setzt sich erfreulicherweise langsam durch. So gibt es bereits in Österreich, Schweden und Bulgarien Auftrittsverbote für sog. Wildtiere. Städte in Deutschland wie Köln, München, Kassel und Heidelberg haben ebenfalls ein Mitfuhrverbot von bestimmten Wildtieren erlassen oder erwägen dies ernsthaft.
Artgerecht ist nur die Freiheit! Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz - Die Tierschutzpartei - fordert deshalb ein generelles Auftrittsverbot von Tieren in Zirkussen!
Michael Siethoff
Beisitzer / Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Foto: Michael Siethoff







