Supplement - Unsere Meinung - Beitrag "Nachruf auf Robert Enke"
Unsere Meinung
Nachruf auf Robert Enke, Spitzensportler und Tierrechtler
Er war "einer von uns", ein Mensch, dessen Empathie nicht beim Menschen Halt machte, sondern dessen Mitgefühl ebenso den Tieren galt. Besonders liebte er Hunde, und als er anlässlich eines Aufenthalts in Südeuropa das Elend der "Streuner" erlebte, entschloss er sich, mehr als ein halbes Dutzend dieser Ausgestoßenen in seiner Familie aufzunehmen. Besonders engagierte er sich auch im Kampf gegen die grauenhafte Hunde- und Katzenfell-Industrie in China. Er war einer von denjenigen, die nicht über das Leid der Gequälten zur Tagesordnung überging! Die Misshandlung von Tieren tue ihm regelrecht körperlich weh, äußerte er sich einmal.
Mehrfach stand er PETA - zusammen mit seinen Hunden - für ein "Foto-Shooting" zur Verfügung, um auf die Verbrechen im Zusammenhang mit dem Tragen von Pelzen aufmerksam zu machen. Ein Satz, PETA gegenüber geäußert, kennzeichnet diesen Ausnahmemenschen in besonderer Weise und ist wie ein Vermächtnis an die Nachwelt: "Wenn ich durch meine Bekanntheit bewirken kann, dass die Menschen bei grausamen Themen nicht wegschauen, dann habe ich etwas geschafft."
Es heißt, Robert Enke habe eine große Offenheit und Herzlichkeit ausgestrahlt. Umso betroffener macht es, dass sich dahinter ein zutiefst Leidender verbarg. Vielleicht trug auch sein Mitleiden mit den Tieren zu seiner schweren Depression bei, die ihn zum Suizid veranlasste.
Bei aller Trauer darüber, dass er uns nicht mehr mit seinem konsequenten Eintreten für die Rechte der Tiere unterstützen kann: Gerade weil er ein Tierrechtler der Tat war, können wir ihn posthum am meisten ehren, indem wir seinen Kampf für die vom Menschen gnadenlos Ausgebeuteten ohne Wenn und Aber fortführen.
Margret Giese
stellv. Bundesvorsitzende / Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Foto: Margret Giese














