Supplement - Unsere Meinung - Beitrag "Grüne Woche"
Unsere Meinung
Der Bundesvorsitzende zur "Grünen Woche" und zur deutschen Agrarpolitik / 23. Januar 2009
Seit 17 Jahren wird die weltgrößte Gourmet-Messe missbraucht, um die verfehlte
Agrarpolitik Deutschlands schönzureden.
Politiker (fast) jeglicher Couleur zelebrieren zusammen mit den Konsumenten
Ihre Gaumenfreuden gerade so, als ob die meisten "erlesenen" Produkte weder in einem Zusammenhang mit dem Hungerchaos
auf unserer Erde noch mit dem Leiden und gewaltsamen Tod jener empfindungsfähiger Lebewesen etwas zu tun haben, ohne die das
Endprodukt nicht erzeugt werden kann. Ein noch bitterer Beigeschmack kommt auf, wenn Politiker und Erzeugerverbände die
Feierlaune nutzen, um Ihre zukünftige Marschroute Bürgerinnen und Bürgern schmackhaft zu machen. Landschaftsministerin Aigner übertüncht dann ebenso gekonnt die katastrophalen
Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft (vor allem der Massentierhaltung) auf den Klimawandel und den Welthunger,
wie den Anbau von Bio-Energieträgern, der für die unwiederbringliche Vernichtung wertvoller Öko-Systeme verantwortlich
ist. (In Deutschland fiel in den letzten Jahren über 5 Prozent aller Grünlandflächen wie Moore, Flussauen, Heidegebiete
etc. der Bio-Energie zum Opfer; in Südamerika und Südostasien werden für Anbau von Bio-Energieträgern die Regenwälder
gerodet.) Den Welthunger will man, so der Präsident des deutschen Bauernverbandes, mit
Produktionssteigerungen bekämpfen! Um von fossilen Brennstoffen unabhängiger zu werden, lässt Landwirtschaftsministerin
Ilse Aigner wissen, wird der Anbau von "nachwachsender Energie" vorangetrieben! Damit galoppiert die Ignoranz nun ebenso beängstigend wie der Verschuldungsgrad
unserer Republik! Stefan Bernhard Eck Bundesvorsitzender / Partei Mensch Umwelt Tierschutz Siehe hierzu Artikel aus "Neues Deutschland", Ausgabe
vom 16. Januar 2009 lesen
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Grafik: Stefan B. Eck







