Supplement - Unsere Meinung - Beitrag "Krieg im Gaza-Streifen"
Unsere Meinung
Der Bundesvorsitzende zum Krieg im Gazastreifen / 9. Januar 2009
Die israelische Militäroperation "Gegossenes Blei" – Luftangriffe, Beschuss durch Panzerhaubitzen und Schiffsartillerie, Einmarsch durch Bodentruppen ist eine der blutigsten Militäraktionen des Staates Israel im Gazastreifen.
Die Situation der 1,5 Millionen Palästinenser im Gazastreifen war durch die israelische Blockade schon dramatisch. Jetzt ist die Versorgungslage noch besorgniserregender und eine humanitäre Katastrophe ist unvermeidbar, weil es mittlerweile an allem fehlt: Die Energieversorgung ist zusammengebrochen, es herrscht Lebensmittelknappheit und den Krankenhäusern sind überlebenswichtige Medikamente ausgegangen!
Selbst der Aufruf des UNO-Generalsekretärs Ban Ki-Moon, die Grenzen für dringend benötigte humanitäre Lieferungen zur Versorgung der Bevölkerung zu öffnen, wurde bisher ignoriert und rief internationale Kritik hervor.
Zwar hat die Hamas mit dem Bruch der Waffenruhe durch den permanenten Raketenbeschuss grenznaher israelischer Siedlungen diese Militäroffensive geradezu herausgefordert, aber angesichts der hohen palästinensischen Opferzahl (meist Zivilisten) und der Zerstörung der Infrastruktur im Gazastreifen ist dieses Vorgehen unverhältnismäßig.
Dieser Militärschlag wird den Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis, der seit der Gründung Israels 1948 schwelt, nur noch verstärken. Der Hass wird weiter wachsen und in den Familien der Opfer wird eine neue Generation radikaler Hamas-Terroristen entstehen.
Die Konfliktparteien müssen die Kampfhandlungen unverzüglich einstellen und an den Verhandlungstisch zurückkehren, damit das Leiden der Zivilbevölkerung ein Ende findet. Die Abriegelung des Gazastreifens durch Israel muss aufgehoben werden.
Das Existenzrecht Israels muss gewährleistet sein, aber auch das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat!
Die Vereinten Nationen, die USA und die EU müssen gemeinsam mit allen Mitteln versuchen, einen Waffenstillstand zwischen den Kombattanten zu erreichen. Mit militärischen Mitteln wird es nicht gelingen einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten zu schaffen!
Stefan Bernhard Eck
Bundesvorsitzender / Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Grafik: Stefan B. Eck














