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Lärmschutz
Umgebungslärm gefährdet die Gesundheit!
Wissenschaftlichen Studien zufolge fühlt sich jeder sechste Bundesbürger vom
Umgebungslärm stark belästigt. Lärm ist immer noch eine vernachlässigte Umwelt- und Gesundheitsbelastung.
Der Straßenverkehr ist nicht nur für Kohlendioxid- und Feinstaubbelastung
verantwortlich, sondern auch Hauptverursacher für einen nervenaufreibenden Lärmpegel. Besonders laut sind tonnenschwere
LKWs, die täglich durch unsere Städte donnern. Auch der Lärm durch landende und startende Flugzeuge beeinträchtigt das
Wahlbefinden vieler Menschen, die in der Nähe eines Flughafens und in den Einflugschneisen wohnen. Die Deutsche Bundesbahn
ist ebenfalls einer der großen Lärmverursacher. Der ohrenbetäubende Lärm der superschnellen ICE-Züge sowie der überalterten,
schwer beladenen Güterwagons sind für Menschen, die in der Nähe von Gleisanlagen wohnen, eine schier unerträgliche
Belastung.
Daneben verursachen manche Industrieanlagen einen hohen Lärmpegel, der für Anwohner
zu einer unzumutbaren Belästigung führen kann.
Permanenter Lärm verursacht Schlafstörungen, Nervosität und kann sogar
Herz-Kreislaufkrankheiten hervorrufen.
In Deutschland sollen in Wohn- und Erholungsgebieten nachts 55 Dezibel und
tagsüber 65 Dezibel nicht überschritten werden. Verbindliche und europaweit einheitlich gültige Grenzwerte gibt es
jedoch nicht!
Wir fordern von der Regierung Maßnahmen, die zu einer Lärmverminderung besonders
in den Ballungsräumen führt. Kurzfristig wirkungsvoll wäre eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung in Ballungsräumen
auf 30 Stundenkilometer, ein Nachtflugverbot ab 23.00 Uhr und ein Durchfahrverbot von Städten und Ortschaften für schwere
LKWs ab 22.00 Uhr. Langfristig könnte der Ausbau von Umgehungstrassen das LKW-Problem völlig reduzieren. Die Deutsche
Bundesbahn muss ihre Fahrpläne den Ruheperioden der Menschen anpassen oder den Bau schalldämmender Lärmschutzwände
intensivieren.
Jeder Mensch braucht ein gewisses Maß an Stille!
Foto: aboutpixel.de / Hä? Hanno Endres
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