Parteilogo
Startseite   Impressum   Kontakt   Suche  
 
PARTEI
> Kurzporträt
> Parteistruktur
> Parteichronik
> Bundesparteitage
POLITIK
> Grundsatzprogramm
> Themen
> Aktuelle Schwerpunkte
> Wahlen
• Europawahl
• Bundestagswahl
• Landtagswahlen
• Kommunalwahlen
INFOS
> News
> Presse
> Bibliothek
> Archiv
SERVICE
> Bundesgeschäftsstelle
> Newsletter
> Info-Material
> Mediathek
LINKS
> Landesverbände
> ZeitenWENDE online
> EU-Tierschutzparteien
> Verbände u. Vereine
SUPPLEMENT
> Unsere Meinung
> Ihre Meinung
> N. G. Pierson Found.
> Terminkalender
NETZWERKE

facebook twitter Monitor Mensch Umwelt Tierschutz
 

Politik - Europawahl 2009 - Wahlprogramm - Tiertransporte

8. EU - Tiertransporte

Jahr für Jahr werden Abermillionen von Tieren kreuz und quer durch Europa transportiert. Aber nicht genug damit, auch in weit entfernte Drittländer geht der Transport der gequälten Tiere, um dort geschlachtet bzw. auch noch grausam geschächtet zu werden. Die Tiere sind nicht selten während tage- oder wochenlanger Transporte gnadenloser Enge ausgeliefert, oft bei extremen Temperaturen und ohne ausreichend gefüttert und getränkt zu werden. Es gibt zwar gesetzliche, minimale Tiertransport-Richtlinien, doch meist werden nicht einmal diese eingehalten, weil die nötigen Kontrollen fehlen. Durch die unvorstellbaren Strapazen sind Tiere immer wieder so entkräftet, dass sie zusammenbrechen und schwer verletzt oder zu Tode getrampelt an den Zielorten ankommen.

Seit der im Jahr 2007 in Kraft getretenen EU-Verordnung Nr. 1/2005 gelten zwar höhere Standards für Fahrzeuge und Ausrüstung sowie strengere Auflagen für Personen, die während des Transportes mit den Tieren umgehen, auch gibt es Sonderbestimmungen: Neugeborene Tiere und weibliche Tiere, deren letzter Wurf weniger als eine Woche zurückliegt, dürfen nicht transportiert werden. Nach eigenen Angaben der EU-Kommission bestehen aber bei der Durchführung gravierende Defizite.

Entgegen dem ersten Vorschlag der Kommission enthalten die neuen Richtlinien keine neuen Bestimmungen zu Beförderungszeiten und Besatzdichten. Der Grund: Der Ministerrat konnte sich in diesen Fragen nicht einigen. Die Kommission hat sich lediglich verpflichtet, erneut bis Ende 2009 Vorschläge zu diesen wichtigen Fragen der Lebendtiertransporte zu unterbreiten.

Aber selbst dann wird sich für die Tiere nichts Wesentliches ändern, denn eine völlig fehlkonstruierte Subventionspolitik wird immer absurde Auswüchse zeitigen. Dazu ein Beispiel aus den vergangenen Jahren, das sich nach Auskunft der Tierrechtsorganisation "Animals Angels" jährlich in ähnlicher Form auch andernorts wiederholt:

170.000 kleine, ihren Müttern entrissene Schäfchen wurden von Frankreich nach Spanien exportiert, und im Gegenzug wurden 105.000 Lämmer von Spanien nach Frankreich transportiert! Der Grund für dieses irrsinnige Hin- und Her- Verschieben von leidenden Lebewesen: Wer exportiert, bekommt Subventionen!

Zur Negativbilanz solcher Transporte tragen - neben Tierquälerei und völliger Unwirtschaftlichkeit aus Sicht des Steuerzahlers - auch folgende Tatsachen bei:

In Zusammenhang mit Tiertransporten kommt es übermäßig oft zu schweren Unfällen, bei denen Tiere, aber auch Menschen schwer verletzt werden oder zu Tode kommen. Schuld sind meist unter Termin- und Zeitdruck stehende oder übermüdete Fahrer.

Tiertransporte sind auch ein Risiko hinsichtlich der Übertragung von Krankheiten und Ausbreitung von Tierseuchen, und dies mit den entsetzlichen Folgen in Form von Massenvernichtungen und dem daraus resultierenden hohen wirtschaftlichen Verlust.

Durch Tiertransporte nimmt die Umweltverschmutzung auf den Straßen zu; noch schlimmer sind die Schädigungen des Meeresökosystems bei Transporten zu Wasser durch die Schiffsabwässer bzw. die Fäkalienentsorgung ins Meer.

Unsere Forderungen:

Langstreckentransporte von lebenden Tieren sind aus Gründen der ethischen Verantwortung des Menschen gegenüber seinen leidensfähigen Mitlebewesen nicht tragbar und müssen deshalb umgehend beendet werden.

Solange der Fleischkonsum der Menschen – trotz ethischer, ökologischer und gesundheitlicher Bedenken – noch beibehalten wird, muss alles dafür getan werden, das Los der betroffenen "Nutztiere" zu erleichtern.

Das Transportieren und auch Exportieren von frischem oder tiefgekühltem Fleisch bereitet heutzutage keine Schwierigkeiten mehr.

Deshalb, und um tierquälerischen Missbrauch zu vermeiden, müssen jegliche Subventionen für Lebendtiertransporte konsequent gestrichen werden.

Für Kurzstreckentransporte innerhalb eines Landes (maximal 300 km) sind strenge Regelungen zu erlassen:

Die Transportfahrzeuge müssen in einwandfreiem Zustand sein, klimatisiert und mit gut erreichbaren Tränken.

Es ist dafür Sorge zu tragen, dass die Tiere genügend Platz haben und ruhig und stressfrei be- und entladen werden.

Das strikte Transportverbot für kranke und verletzte Tiere ist durch strenge Kontrollen zu gewährleisten.

Unabdingbar ist die Anwesenheit eines Amtstierarztes vor allem bei auffällig gewordenen Transportunternehmen; bei Uneinsichtigkeit ist die Erlaubnis zur Durchführung von Tiertransporten zu entziehen.

Tiere sind keine Ware, und daher verbietet es sich, sie wie bisher, dem freien Warenverkehr unterzuordnen – mit der unausbleiblichen Konsequenz einer rücksichtslosen Behandlung!


Inhalt       zurück       weiter

Foto: www.soylent-network.com

Zeitenwende
Kampagnen Petitionen Mitgliedschaft Unterstuetzung Wahlergebnisse MUTMedaille MachdenMUTTest Filmdoku bundesarbeitskreise BarbaraRuetting Das sind wir