Politik - Europawahl 2009 - Wahlprogramm - Stierkämpfe
7. Stierkämpfe - Schande für Europa!
Jedes Jahr werden allein in Spanien über 40.000 Stiere in den Kampfarenen gequält und abgeschlachtet. Laut einer Gallup-Studie im Oktober 2006 haben 72 Prozent der Spanier kein Interesse an Stierkämpfen. In etwa 60 südfranzösischen Städten finden Stierkämpfe statt, bei denen ebenfalls die Stiere getötet werden. Stierkämpfe sind in Frankreich umstritten und werden von der Bevölkerung mehrheitlich als Tierquälerei abgelehnt. Das französische Tierschutzgesetz verbietet zwar die Quälerei von Tieren, lässt aber dieses barbarische Spektakel als Ausnahme zu.
Bei den Stierkämpfen in Portugal hängt es von dem Verletzungsgrad des Stieres ab, ob er am Leben gelassen und zur weiteren Zucht benutzt oder außerhalb der Arena getötet wird. Es geht neben der "Tradition" natürlich auch um das "große Geld". In Spanien gibt es etwa 1.200 Zuchtbetriebe für Kampfstiere, die einen Jahresumsatz von rund 1,5 Milliarden Euro erwirtschaften. Unglaublich, aber wahr: Jährlich fließen viele Millionen Euro als EU-Subventionen an die spanischen Kampfstier-Züchter!
Die meisten deutschen Urlauber, die sich einen Stierkampf in den genannten Ländern ansehen, sind entsetzt über das abartige Spektakel, das Tausende in die Arenen lockt. Trotz jahrzehntelanger Proteste von Tierfreunden und Tierschützern aus aller Welt erlauben es die Regierungen Spaniens, Portugals und Frankreichs, dass jedes Jahr Zigtausende Stiere gequält und abgeschlachtet werden. Eine Schande für Europa! Was soll man von einer politischen Führung halten, die es zulässt, dass Tiere nur zum Vergnügen von sadistisch veranlagten Menschen bis aufs Blut gequält und schließlich abgestochen werden?
Unsere Forderungen:
Die Ächtung des Stierkampfes durch das Europäische Parlament mit dem Ziel, dieses brutale "Schauspiel" in Spanien, Frankreich und Portugal abzuschaffen.
Ersatzlose Streichung jeglicher EU-Subventionen für Zuchtbetriebe von Kampfstieren.
Fotos: Copyright Jerome Lescure / Wir danken PETA Deutschland e.V. für die Unterstützung bei unserer Suche nach geeignetem Fotomaterial.














